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Claudis Dankesrede bei der Preisverleihung in Eutin
 
Wir sind also deutscher Meister im Bluesfestival-Machen! Wow!
Das wundert niemanden mehr als uns selbst, denn mit so einem Erfolg für unser Ein-Tags-Festival, das um 16.00 Uhr beginnt und um Mitternacht schon wieder zu Ende ist, hätten wir nie und nimmer gerechnet. Höchstens vielleicht mal mit einer Ponyschleife für Beständigkeit, es sind ja schon 31 Jahre ins Land gezogen seit dem ersten Mal. Aber gleich die Nummer Eins in Deutschland? Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen.

Klar bedeutet es reichlich Arbeit, so ein Festival zu wuppen. Manche sind das ganze Jahr damit beschäftigt. Keiner allein hätte das geschafft. Aber gemeinsam sind wir meist unschlagbar. Und nur bei einem Stichwort sprudelt es nur so vor neuen Ideen, manchmal auch schräge, wo wir uns dann schön auf unserer Spielwiese austoben können. Bei den Vorbereitungen sind ca. 20 Leutchen dabei und beim Festival selber noch mal 60 bis 80.
Alles in Harmonie und schon so lange, das natürlich auch viele andere Aktivitäten dadurch entstanden sind, wie Angeln gehen, Paddeln auf der Örtze, RennTreckerrasenmäherschrauben und und und. Auch deswegen nennen wir uns eigentlich Freundeskreis Bluesfestival.

Und wie wir jetzt wissen, kommt das beim Publikum und auch bei den Musikern gut an – meistens jedenfalls! Unser Anspruch war es schon immer, es den eingeladenen Musikern und den Besuchern – und damit letztlich auch irgendwie uns selbst – es so schön wie irgend möglich zu machen. Aber wir können die geilsten Bands einladen und uns die abgefahrendsten Sachen einfallen lassen: Wenn das Publikum nicht mitzieht, stehen wir am Rodelberch allein. Im Regen.

Ja, unser Publikum ist absolut wetterfest und ultragut drauf – sogar, wenn sie gar keine Bluesmusik mögen. Es hat, besonders in den ersten Jahren, schon junge Hunde geregnet und beim 31. Festival, das vor 2 Wochen stattfand, hat gleich zu Beginn direkt über unseren Köpfen ein amtliches Gewitter getobt- mit Blitzeinschlag in unmittelbarer Nähe, Sturmböen und einer dreiviertel Stunde Starkregen. Die Besucher zogen völlig ungerührt Regenjacken an, spannten Schirme auf und feierten weiter. Einige sind dann doch gegangen und wir befürchteten, dass das Festival diesmal mächtig in die Hose geht. Aber nein, die haben sich nur zu Hause umgezogen und sind wieder gekommen. Der Platz war ein einziges großes Schlammloch. Auch das hat keinen gestört. Ganz im Gegenteil. An manchen Ecken hörte man: Bow is ja geil, is ja wie Woodstock.
Wenn unser Festival bei den Musikern, dem Publikum und uns selbst, mächtige Emotionen hervorruft und somit schöne Erinnerungen schafft und man noch lange Zeit den Satz: Weist du noch damals hört, ja dann haben wir wohl alles richtig gemacht.

Also heftigsten Dank an die Jury, die uns nominiert hat, an meine Mitstreiter, die immer wieder echt abgedrehte Sachen in die Realität umsetzen, an Suse für diese schönen Worte und vor allem an unsere Super, super Fans, ohne deren Voting wir nicht hier stünden, Danke, danke, danke. Für uns fühlt sich das an, wie der Oscar des Blues.

Nach dem Festival ist vor dem Festival: Am Samstach den 05. September nächsten Jahres, feiern wir das 32. Bluesfestival in Lehrte – und ihr seid natürlich alle eingeladen! Und by the way – das Festival findet auch bei gutem Wetter statt.